пятница, 7 августа 2015 г.

Von der Zwangsherrschaft des Autorseinwollens

Weiter_denn

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Zufällig erblickte ich beim Überfliegen der Facebook-Aktualitäten den oder das Link zu einem Artikel „Autoren-Tipp: Worüber soll ich schreiben?“, darin Autoren, die nicht wissen, worüber sie schreiben sollen, offenbar allen Ernstes irgendwelche Ratschläge bekommen.

Zufällig hatte ich das erblickt; und da ich die Frage saukomisch finde, hab ich es kurz kommentiert (ungelesen; die Tatsache, daß allen Ernstes eine solche Frage gestellt und allen Ernstes damit zusammenhängende Tips gegeben werden, ist an sich schon kommentierwürdig).

Ich selbst, als einfacher Sterblicher, wüßte darauf nur die Antwort: wenn du nix zu sagen hast, dann schreib halt nicht. – Doch  hab ich natürlich leicht reden; da ich weder Autor bin noch einer sein möchte, unterlieg ich keinem Schreibzwang und darf reinen Gewissens meine Schreibtätigkeit auf das konzentrieren, was ich zu sagen habe.

Als potentieller Leser aber möchte ich betonen: daß ich nicht die geringste Lust habe, in dem Geschreibsel von Autoren herumzulesen, die nicht wissen, was sie schreiben sollen und die sich, zur Bestätigung ihres Autorenseins, verpflichtet sehen, irgendwas zu Schreibendes an den Haaren herbeizuziehen.

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Aus unerfindlichen Gründen betrachten zahllose Zeitgenossen wieauch Zeitgenossinnen es als ehrenvoll, "AutorIn" oder "SchriftstellerIn" zu sein, und bringen sich dadurch nur unnötig in Streß. Ich fänd's schrecklich, wenn ich, nur um Schriftsteller zu sein, dauernd darüber nachdenken müßte, was ich schreiben soll.

Dank BOD und Ähnlichem ist es heutzutage recht einfach, Schriftsteller zu werden (manchmal scheint mir, daß es schon mehr Schriftsteller gibt als Leser); und wer sich darauf einläßt, muß denn halt sich und anderen unablässig beweisen, daß er ein solcher ist.

Was einerseits mit unnötigem Streß verbunden ist; und zudem verbaut man sich durch solche künstlich aufgebaute Schreibverpflichtung den Zugang zur Entwicklung realer, seinen individuellen Möglichkeiten entsprechender Ausdrucksfähigkeit.

Müßte nicht sein; aber komisch isses allemal.

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Noch ein Link zu einer mit dem Thema zusammenhängenden Notiz: Professionalismus in der Kunst und in der Behandlung von Lebensfragen

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So isses

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DE_E_Schreiben_fuer_Seinesgleichen

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Eben